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Aus medizinischer Sicht ist Magnesium der wichtigste Mineralstoff. Der Grund hierfür ist, dass bei Magnesium am leichtesten eine zumindest relative Unterversorgung auftritt. Daher hat die Ergänzung der Nahrung mit Magnesium häufig günstige Auswirkung hat, insbesondere bei Herzerkrankungen, Muskelschmerzen, Migräne, Nervosität und Depressionen.

Magnesium ist wichtig für die Aktivierung von ca. 300 Enzymen. Es ist maßgeblich am Aufbau der körpereigenen Eiweiße und der Zellteilung beteiligt, sowie and der Funktion der Muskeln und Nervenzellen.

Ca. 60 % des Magnesiums befindet sich in den Knochen, die restlichen 40 % stecken vor allem in den Herz- und Skelettmuskeln sowie der Leber. Nur ca.
1 % ist in den Körperflüssigkeiten gelöst.

Der Magnesiumhaushalt wird vorwiegend durch die Niere reguliert.

Anwendung:

Herzerkrankungen
Die Gabe von Magnesium bei Herzerkrankungen ist heute Standard, da es eine Schlüsselrolle für das Herz/Kreislauf-System spielt und das Herz von allen Organen den höchsten Magnesiumgehalt aufweist.

Bluthochdruck
Patienten mit zu hohem Blutdruck weisen oft einen niedriger Magnesiumspiegel auf. Magnesium wirkt Blutdruck senkend. Es sollte über längeren Zeitraum eingenommen werden.

Muskelkrämpfe
Treten Muskelkrämpfe auf sollte immer ein niedriger Magnesiumspiegel in Erwägung gezogen werden. Starkes Schwitzen (z.B. beim Sport) kann Magnesiummangel auslösen.

Psychische Störungen/Migräne
Magnesium gilt als DAS Stress-Mineral. Viel Stress führt zu einem erhöhten Magnesiumbedarf, der häufig nicht ausreichend über die Nahrung gedeckt werden kann und zu nervösen Erscheinungen bis hin zu depressiven Verstimmungen führen kann. Auch bei Migräne erwies sich die prophylaktische Gabe von Magnesium als vorteilhaft.

Nebenwirkungen:

Ist die Niere gesund kann es praktisch nicht zu einer zu hohen Zufuhr kommen, da die Niere überschüssiges Magnesium über den Urin ausscheidet. Bei Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz) muss sofort der Arzt aufgesucht werden.

Bei hoher Dosis kann es zu Durchfall kommen – in diesen Fällen sollte die Dosierung vermindert werden.

Bei starken Müdigkeitserscheinungen kann ein überhöhter Magnesiumspiegel die Ursache sein.