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Das Institut für Ernährungsmedizin

hat es sich zur Aufgabe gemacht, den 400 Jahre vor Christus, vom Vater der modernen Medizin Hippokrates gesagten Satz:

„Nahrung sei eure Medizin und Medizin soll eure Nahrung sein“

die ihm zustehende Bedeutung an die Bevölkerung zu vermitteln.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts standen in der Pharmacopeia, d.h. dem offiziellen Verzeichnisse anerkannte Medikamente, vieler Länder noch natürliche Heilmittel (Kräuter und Nahrungsmittel) gleichberechtigt neben chemischen Arzneimitteln.

Die Entdeckung der Antibiotika und anderer „Wunderdrogen“ nach dem zweiten Weltkrieg veränderte die praktizierte Medizin in den Industrieländern drastisch.
Die neuen Arzneimittel wurden ungleich potenter und konnten viel zielgerichteter eingesetzt werden als die „alten“ natürlichen Heilmittel.
Zusätzlich war hier auch Geld, viel, viel Geld zu verdienen, hier waren viele, viele gut bezahlte Arbeitsplätze für Wissenschaftler möglich geworden und hochintelligenten Menschen aus derPharmaindustrie forschten nicht nur nach Arzneimitteln, sondern auch nach Mitteln und Wegen möglichst viel Geld zu verdienen.

Die wohl schlimmste Folge dieser Konstellation war, dass die Lebens- bzw. Nahrungsmittel in den fünfziger Jahren ihren Status als Heilmittel verloren und ausschließlich nur noch als „Treibstoff-Lieferanten", die satt machen und gut schmecken sollen, angesehen wurden.

Die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie teilten sich den Kuchen auf und spielten sich (ob mit Absicht und Plan oder durch Zufall, sei dahingestellt) gegenseitig in die Hände.

Die Lebensmittelindustrie brauchte sich nicht um gesunde Nahrung zu kümmern und machte mit ihren Fast Food Restaurants, chemischen Zusatzstoffen, künstlichen Geschmacksstoffen, künstlichen Farben, raffinierten Rohstoffen die Bevölkerung immer fetter und ungesunder und die Pharmaindustrie konnte immer mehr Produkte verkaufen, die bei gesunder Ernährung gar nicht nötig gewesen wären.

Der Satz des Hippokrates war vergessen, es galt:
"Nahrung soll nur noch eure Lebensvorgänge aufrecht erhalten und Arzneimittel sollen eure Krankheiten beseitigen"

Das Prinzip wurde übrigens bis tief in die Gesetze und in die Rechtsprechung verfestigt. Sobald einem Lebensmittel etwas zugeschrieben wurde, das in irgendeiner Weise eine Körperfunktion verbessert, wurde das verboten und bestraft.

Seit etwa 1960 galt die Vorstellung, dass die Ernährung etwas mit Gesundheit oder Krankheit zu tun haben soll, als völlig unwissenschaftlich und kein „anständiger“ Arzt hätte sich getraut, die Worte „Nahrung“ und „Arzneimittel“ in einem Satz zu nennen.

Glücklicherweise begannen in den 70er Jahren einige aufmerksame Ärzte in den USA die Zusammenhänge zwischen Nahrung, Gesundheit und Krankheiten wieder zu erkennen, denn sie stellten sich die Frage, warum in einem reichen Land mit hervorragender Medizin wie den USA, so viel mehr Menschen an Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen leiden, als in armen Ländern.

Anfänglich wurden diese Forscher von den „Schulmedizinern“ als irregeleitet angesehen und die Pharmaindustrie sowie natürlich auch die Lebensmittelindustrie (die ihre Hamburger, Cola, Pommes Frites usw. als profitabel „Grundnahrungsmittel“ verteidigen wollten) fand genügendProfessoren und andere Fachleute für Gutachten, Artikel, Medienauftritte etc., um Kritiker zu diskreditieren. So wurde Adelle Davis als Betrügerin beschimpft, Wilfred und Evan Shutle wurden als Quaksalber betitelt und sogar der Nobelpreisträger Linus Pauling wurde diffamiert, um nur einige Beispiele für die massive Verteidigung des bestehenden „Futter-Arzneimittel-Systems“ zu nennen.

Langsam zeichnete sich aber ab, dass das „Futter–Arzneimittel-System“ nicht haltbar war. Zum einen hatte die „moderne“ Ernährung nicht nur die Gesunderhaltungsfunktion eingebüsst, sondern es zeigte sich, dass eine solche Ernährung sogar krank macht.
Die superpotenten modernen Arzneimittel konnten zwar viele Krankheiten heilen, aber nicht alle und sie hatten auch unerwünschte Nebenwirkungen und letztendlich kann sich heute selbst die reichste Industrienation die Kostenexplosion, zu der das Futter-Arzneimittel-System geführt hat, nicht mehr leisten.

Mittlerweile gibt es in der Tat wohl kaum noch jemand, der ernstzunehmend behauptet, dass Lebensmittel und/oder deren Konzentrate oder Extrakte keine Wirkung haben. In Anbetracht der explodierenden Krankenkosten, die sich selbst die reichste Industrienation nicht mehr leisten kann, hat mittlerweile ein massives Umdenken zu gesunden, gesundheitsfördernden, vor Krankheiten schützenden und auch leistungsfördernden Lebensmitteln stattgefunden.

Der gut alte Hippokrates hat letztendlich sein gutes Recht zurück bekommen und wir haben heute, bei der nie da gewesenen Lebensmittelvielfalt, nicht nur mehr Möglichkeiten als je zuvor, uns gesundheitsfördernd (aber andererseits auch krankheitsfördernd) zu ernähren, wir haben sogar noch zusätzlich die modernen Arzneimittel für die Probleme, die durch Lebensmittel nicht gelöst werden können.

Sobald wir uns auch nur ein wenig Mühe machen und ALLE heute zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, können wir heute, bei wesentlich höherem biologischen Alter, das Aussehen, die Gesundheit und Vitalität eines wesentlich jüngeren Menschen der früheren Generationen haben.

Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungen sind keine Arzneimittel!

Arzneimittel sind:
a) Alle Stoffe oder Stoffzusammensetzungen, die als Mittel mit Eigenschaften zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten bestimmt sind, oder

b) alle Stoffe oder Stoffzusammensetzungen, die im oder am menschlichen Körper verwendet oder einem Menschen verabreicht werden können, um entweder die menschlichen physiologischen Funktionen durch eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung wiederherzustellen, zu korrigieren oder zu beeinflussen oder eine medizinische Diagnose zu erstellen.“

Lebensmittel ist der Oberbegriff für Nahrungsmittel und Genussmittel. Lebensmittel sind ganz generell alles was wir unserem Organismus von außen zu zuführen wobei Arzneimittel und kosmetische Mittel ausgenommen, also keine Lebensmittel sind.
Im Lebensmittel-Lexikon vom Behr's Verlag finden sich folgende Definitionen:
Nahrungsmittel: aus dem Tier- und Pflanzenbereich stammende Stoffe oder Stoffgemische, die Wachstum, Erhaltung und Funktionstüchtigkeit des menschlichen Organismus sicherstellen (weiterhin steht übrigens: „Der Verbraucher entscheidet mehr nach praktischen Gesichtspunkten (Preis, Geschmack, Aussehen, Zubereitung u.a) als nach dem Frische- und Gesundheitswert).
Lebensmittel: zur Ernährung des Menschen und arzneimittelfreien Erhaltung seines Lebens geeignete Pflanzen und Tiere bzw. Teile derselben in unverarbeitetem oder meist verarbeitetem Zustand…

Die moderne Definition von Ernährung bzw. Lebensmittelist„die Zufuhr von Stoffen, die Wachstum, Funktionstüchtigkeit, Erhaltung und Optimierung der Körperfunktionen und des körperlichen, geistigen uns seelischen Befindensund eine arzneimittelfreie Erhaltung der Gesundheit auf optimale Weise ermöglichen".

Die vonden offiziellen EU-Autoritäten anerkannteBecelMargarine zur Senkung des Cholesterolspiegels oder die probiotischen Jogurts zur Stärkung des Immunsystems, ja sogar simpler Traubenzucker (Dextrose), der die Konzentrationsfähigkeit verbessern kann, sind gute Beispiele wie die obigen Definitionen auszulegen sind.

Nahrungsmittelund die ebenfalls zu den Lebensmittel zählenden Nahrungsergänzungsmittelkönnen mit SEHR HOHER WAHRSCHEINLICHKEIT die allgemeine Gesundheit bzw. die Abwehrkraft gegen viele Krankheiten fördern und somit das Risiko krank zu werden, senken und sie können sogar die Medizin bzw. Arzneimittel beim vorbeugen, heilen und behandeln von Krankheiten und Gebrechen UNTERSTÜTZEN, etwa als diätetische Lebensmittel, als Schonkost, Kräftigungskost (vergl. Rekonvaleszenz, Konvaleszenz, lat: convalescere = kräftig werden, erstarken).

Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel beeinflussen sehr häufig und korrigieren auch relativ häufig, über immunologische (=das Erkennen und Abwehren des Organismus von körperfremden und unter Umständen auch körpereigenen Substanzen und Geweben) und/oder metabolische (= im Stoffwechsel entstandenen/stoffwechelbedingten) Wirkungen, die menschlichen Körperfunktionen.
Schon der Verzehr von Traubenzucker führt i. Allg. zur Insulinerhöhung, besserer Konzentrationsfähigkeit, Kaffee entwässert und regt an, Ballaststoffhaltige Lebensmittel regen die Verdauung an und und und, ja sogar schon allein wenn wir etwas essen allein durch kauen und Magenfüllung usw. verschiedene Körperfunktionen beeinflusst (Magensäurebildung, Speichelbildung um nur einige zu nennen).

Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel können keine Krankheiten, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit heilen, sie können (speziellen) Krankheiten nicht einmal mit SICHERHEIT vorbeugen und sie können auch nicht mit SICHERHEIT vor Krankheiten schützen.Wer das Gegenteil behauptet, müsste entsprechende Studien vorlegen, die den geltenden sehr hohen (also nicht etwa den oben erwähnten „wachsweichen“retrospektiven Studien) Anforderungen für Arzneimittelstudien entspricht und das ist bisher noch nie geschehen. Wer also mit dem heilen, behandeln, vorbeugen, verhüten von Krankheiten sicher gehen will (und bei akuten Krankheiten muss man „sicher gehen“), muss unbedingt zu den Arzneimitteln greifen, die in entsprechenden Studien ihre entsprechende Potenz bewiesen haben.

Bei der Arzneimitteldefinition von oben ist der Ausdruck „menschlichen physiologischen Funktionen“, dh. mit anderen Worten „menschlichen Funktionen die zu den normalen Lebensvorgängen gehören“ das Abgrenzungskriterium zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln. Sobald bei der Modulation der physiologischen Funktionen die„Normalität“ überschritten wird, handelt es sich um ein Arzneimittel, bleibt die Modulation jedoch im „normalen Rahmen“ dann handelt es sich um ein Lebensmittel.

Solange ein Stoff oder eine Stoffzusammensetzung nicht definitiv dafür bestimmt und/oder geeignet ist Krankheiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu heilen oder zu verhüten oder die menschlichen Funktionen nicht über das NORMALE Maß hinaus wiederherstellt, korrigiert oder beeinflusst, handelt es sich um ein Lebensmittel.

Was ist normal?

Wenn ein Sportler nach seinem Training eine spezielle Mahlzeit verzehrt, die aus Protein, Aminosäuren, Vitaminen und 50 bis 100 Gramm Traubenzucker besteht, wird er durch den Traubenzucker eine normale/natürliche Insulinausschüttung induzieren, die in Kombination mit den restlichen Nährstoffen der Zubereitung eine anabole (aufbauende) Wirkung erzielt – das ist eine normalen Beeinflussung der Körperfunktionen.
Normalist wohl auch wenn eine optimal ernährte 55-jährige Person noch aussieht, wie eine sich schlecht ernährende 28-jährige Person, oder wie eine sich normal ernährende 35-jährige Person.
Normal dürfte auch noch sein, wenn jemand 1-2 kg Obst und Gemüse am Tag oder 1 kg Fleisch am Tag isst (z.B. haben viele Gewichtheber früher viel Fleisch gegessen – heute nehmen sie entsprechende Nahrungsergänzungen).
Normal ist aber auch, wenn jemand relativ hoch dosierte Lebensmittelkonzentrate oder Lebensmittelextrakte oder Vitamine etc. nimmt, die nicht seine Gesundheit schädigen, um dadurch seine Körperfunktionen zu optimieren. In diesem Falle dürfte die „Normalität“ allein schon durch die Tatsache, dass „unnormale Mengen“nicht definitiv „gesundheitsunschädlich“ sind, gewährleistet sein und dann würde automatisch das „Arzneimittel“ mit seinen sehr Studien über schädliche Nebenwirkungen greifen. Nebenbei bemerkt verbietet die Lebensmittel VO 178/2002 in Europa das Herstellen von „unsicheren“ Lebensmitteln.


Was können Lebensmittel?

Lebensmittel können unter anderem:
Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern und lange erhalten, aber sie können auch das Gegenteil bewirken.
Eine sportliche schlanke Figur schaffen und lange erhalten, aber sie können auch das Gegenteil bewirken.
Das gesamte Erscheinungsbild wie z.B. Muskelmasse, Körpergröße, Beschaffenheit von Haut und Haaren etc. positiv oder negativ modulieren.
Den GESAMTEN Alterungsprozess hinauszögern, aber sie können ihn auch beschleunigen.
Körperfunktionen wie z.B. die Konzentrationsfähigkeit, den Stoffwechsel, die Verdauung, das Herz-Kreislaufsystem, Schlaf usw. positiv, aber auch negativ modulieren.
Die Biochemie des Organismus wie z.B. Cholesterin, Fettsäuren, Insulin, Aminosäuren etc. positiv, aber auch negativ modulieren.
Das Gefühlsleben positiv oder negativ beeinflussen (hoher Fleischkonsum macht z.B. viele Menschen aggressiver und eine kalorienarm Pflanzenkost macht viele Menschen ausgeglichener aber oft auch in gewisser Weise lethargisch).
Die Gesundheit verbessern und (lange) erhalten, aber sie können auch das Gegenteil bewirken.
Viele Krankheiten bekämpfen bzw. davor schützen, wobei das NICHT bedeutet, dass die entsprechende Krankheit durch Lebensmittel definitiv geheilt oder vermieden wird.
Die Behandlung vieler Krankheiten als diätetische Maßnahme begleiten, wobei Lebensmittel oft Arzneimittel unterstützten.
Lebensmittel können aber auch auf vielfältige Weise krank machen, wobei das aus Fehlernährung, d.h. von zu viel oder zu wenig und auch von einseitiger Ernährung, resultiert.

Nicht zuletzt aus Zitaten wie „Lass die Nahrung deine Medizin sein“ und aus Wörtern wie „nerian“ (althochdeutsch) oder „nern“ (mittelhochdeutsch) was „genesen machen“ oder „am Leben erhalten“ bedeutet und den denen das heutige Wort „Nährmittel“ abgleitet ist, wird offensichtlich, dass schon unseren Vorfahren diese Tatsachen bewusst waren.

Auch in einem anderen Punkt unterscheiden sich Lebensmittel und Arzneimittel erheblich. Während Arzneimittel fast immer aus ein, zwei oder drei verschiedenen Wirksubstanzen bestehen, die sehr gut bezüglich Wirkung und Nebenwirkung erforscht sind bestehen Lebensmittel oft aus hunderten oder gar tausenden von verschiedenen Substanzen, von denen viele nicht einmal bekannt, geschweige denn, erforscht sind.

Bezüglich Ernährung gilt wie kaum in einem anderen Fachgebiet:
Je mehr man weiß, desto mehr erkennt man, dass man eigentlich so gut wie nichts weiß!

Leider fehlt offensichtlich vielen selbst- oder von wem auch immer ernannten Ernährungsexperten diese Erkenntnis und es kursieren so viele unterschiedliche und falsche Empfehlungen, dass darüber schon Bücher wie „………….“ geschrieben wurden.

Schon die quasi als offiziell und oft sogar halbstaatlich angesehene „Ernährungspyramide“ der deutschen Gesellschaft für Ernährung ist mehr als nur anzweifelbar, denn immerhin hat eine solche kohlenhydratbetonte Ernährung zu mehr als genug Übergewichtigen mit Herz- Kreislauferkrankung geführt.
Wer die diversen Diäten, die „wenig Fett – viele Kohlenhydrate“ Geschichten, den Streit um Vitamindosierungen, Zucker und/oder Süßstoff und allen sonstigen theoretischen Kram, den es über Ernährung zu hören oder zu lesen gibt, zur Kenntnis nimmt , muss sich fragen, ob die „Fachleute“ überhaupt wissen was sie sagen und schreiben.

Im letzten Ernährungsbericht empfehlen die Fachleute der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) genau wie so ziemlich alle anderen Fachleute auch, viel Obst und Gemüse zu essen (5 mal am Tag bzw. 400 bis 800 Gramm pro Tag), weil das gesund ist und u.a. Krebs bekämpfen soll.
Gleichzeitig wird dann zwei, drei Sätze weiter darauf hingewiesen, dass isolierte bzw. extrahierte Substanzen dieser Pflanzen diese Schutzfunktion nicht bieten können, ja noch schlimmer, evtl. könnten sogar einzelne isolierte Substrate gefährlich sein.
Legt man wirklich strenge wissenschaftliche Anforderungen an die Beweise für derartige Aussagen, dann lässt sich der Gesundheits- und/oder Krebsschutz von Obst und Gemüse genau so gut oder so wenig beweisen wie ähnliche Aussagen über deren isolierten Substanzen.

Solche Empfehlungen beruhen auf retrospektiven, also zurückblickenden Studien, wobei Menschen befragt wurden, ob sie in der Vergangenheit viel Obst und Gemüse gegessen haben. Schon das Wort „viel“ bedeutet bei den Studien manchmal „mehr als 0 Gramm“ oder aber mehr als 66 Gramm oder aber mehr als 20 mal im Monat usw. Meist wird aus den Angaben in den Studien nicht mal klar ob es Frischobst, Kompott, Konserven oder Fruchtjoghurt usw. war, was gegessen wurde – und mal ehrlich, wissen Sie noch wie viel Obst und Gemüse Sie vor 2 Wochen oder vor 2 Monaten gegessen haben?
Besonders komisch wird es dann, wenn von 19 ausgewerteten Studien ganze 15 zu ganz unterschiedlichen Empfehlungen kommen, so sollen in einer Studie gekochtes Gemüse, in einer anderen wieder rohes Gemüse, in der dritten grün-gelbes Gemüse, in der vierten Studien nicht grünes Gemüse, in der fünften Studien wieder rohes grünes Gemüse usw. schützen.
Aber die Ernährungs-Fachleute haben bei solchen unterschiedlichen, zum Teil widersprüchlichen Studien offensichtlich nicht die bei anderen Wissenschaften unumgänglichen Zweifel, sie empfehlen einfach „rohes und gekochtes farbiges Gemüse zu essen“ (und denken dabei wohl, dass wird bestimmt so sein und wenn nicht, da wird daran auch keine(r) sterben).

Aber beenden wir jetzt die „Studiengeschichte“ , mit dem Hinweis, dass die wohl besten prospektiven (darin werden die Ernährungsgewohnheiten wesentlich genauer erfasst, als bei den retrospektiven Arbeiten) Studien, die Nurses Health Study und die Health-Professional-Study NICHT VIEL über die Wunder-Schutzwirkungen von Obst und Gemüse aussagen. Allerdings sagen beide Studien mehr oder weniger aus, dass die Kohlenhydratmast, welche durch die gute alte Ernährungspyramide nach der sich der Deutsche offiziell immer noch ernähren soll, sehr gut dazu geeignet ist, die Bevölkerung ins „metabolische Syndrom“ mit Herz-Kreislauferkrankungen, Übergewicht, Diabetes und allem was dazu gehört, zu treiben.

Benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand …. auch beim Essen!

Wer sich heutzutage mit gesundem Menschenverstand ernährt, hat die besten Chancen so leistungsfähig, gesund, kräftig, vital, schlank, schön, ja sogar intelligent und glücklich wie keine Generation zuvor zu werden und all dies bis in ein Alter, das ebenfalls keiner Generation zuvor erreicht hat.

Der Menschenverstand beim Essen ist heute mindestens genau so wichtig wie bei unseren Vorfahren. Sie brauchten ihn, um zu erkennen, dass z.B. Giftpflanzen, faules Fleisch usw. ihnen nicht, andere Nahrungsmittel aber sehr gut bekommen. Wir heute brauchen den gesunden Menschenverstand vielleicht noch mehr, um IN DER PRAXIS zu erkennen was uns im dem heutigen Überfluss gut, weniger gut und gar nicht gut bekommt.

Mit „Überfluss“ sind nicht nur die unzähligen Lebensmittel, Fleischsorten, Fischsorten, Milchprodukte, Süssigkeiten, Chips und und und gemeint, sondern auch Dinge wie Fahrstühle, Autos, Rolltreppe und - LAST BUT NOT LEAST – tausende Ernährungs- und sonstigen Experten mit ihren abertausenden von Ratschlägen, die fast immer fragwürdig sind.

Hauptindikator eine optimale Ernährung ist die Gesundheit und die natürliche Fitness!

Jemand der jeden morgen gesund und ohne fit aufsteht und von der ersten Minute bis spät abends voller Tatendrang und Energie ist und praktisch erst vorm Schlafen gehen müde wird, der ist gut ernährt.

Allerdings darf man Leistungsbereitschaft, Tatendrang und Energie nicht demjenigen zuschreiben, der 12 oder mehr Stunden auf seinem Hintern am Schreibtisch sitzt und sich mit Kaffee und Nicotin und vielleicht einigen anderen Tricks eine hohe Leistung herauskitzelt. Es geht vielmehr um Tatendrang hinsichtlich körperlicher und geistiger Aktivität, also z.B. um den Drang oder die Lust, nach der einer guten Arbeitsleistung auch noch sportliche, gesellschaftliche und privaten Aktivitäten jeglicher Art durchzuführen, oder nochmals anders gesagt, um das Leben in vollen Zügen zu erleben.

Beschäftigen Sie sich selbst mit gesunder Ernährung und betreiben Sie im Rahmen Ihres Wissens eine gewisse Selbstmedikation, wobei dieses Wort im Sinne von Gesundheitsvorsorge, Anti-Aging, Leistungsförderung ect. und KEINESWEGS im Sinne von auf eigene Faust Krankheiten behandeln wollen, gemeint ist (letzteres wäre brandgefährlich, weil dazu unbedingt das medizinische Wissen eines Arztes notwendig ist).

Bei Krankheiten ist unbedingt die Hinzuziehung eines Arztes notwendig.

Ideal ist es, wenn Ihr Arzt neben seiner medizinischen Ausbildung, ähnlich wie Hippokrates, auch über Erfahrungen in der Ernährungsmedizin verfügt. Sollten Sie einen solchen Arzt haben, dann ist er von keinem Ernährungswissenschaftler oder Pharmakologen oder wem auch immer zu schlagen, denn er kann in seiner Praxis wirklich in der täglichen Praxis auf Sie mit all Ihren individuellen Besonderheiten ganz speziell eingehen. Ein solcher Arzt hat, wie keine andere Person, das breit gefächerte Wissen und sogar die Mittel, wöchentlich oder notfalls sogar täglich die Erfolge seine Ernährungs-und/oder arzneilichen Maßnahmen zu kontrollieren, zu optimieren oder zu erweitern.

Machen Sie sich klar, dass ein solcher Arzt für seine aufwendige Arbeit nicht besonders gut von den Krankenkassen entlohnt wird. Finanziell fährt er wohl besser, wenn er sich mal schnell anschaut und Ihnen ein paar gute Worte oder ein Arzneimittel verschreibt, als wenn er sich aufwendig um Ihre Ernährung kümmert. Notfalls sollten Sie gewissen Leistungen durchaus auch privat bezahlen, es lohnt sich allemal und sie sollten einen solchen Arzt auch weiterempfehlen, schon allein, damit er in seinem Engagement bestätigt wird.

Eingangs wurde aufgeführt, dass früher in der Pharmacopeia, d.h. dem offiziellen Verzeichnisse anerkannte Medikamente, vieler Länder noch natürliche Heilmittel (Kräuter und Nahrungsmittel) gleichberechtigt neben chemischen Arzneimitteln, standen.

Dies ist durchaus berechtigt gewesen, denn aus Lebensmitteln und erst recht aus den modernen Nahrungsergänzungen (nutritional supplements) lassen sich durchaus Arzneimittel im Sinne der oben abgedruckten Arzneimitteldefinition machen. Üblicherweise sind solche Nahrungsergänzungen bezüglich der Dosis, der Wirksubstanzen im „normalen" ernährungspyhsiologischen Rahmen gehalten, d.h. wenn man sich an die, auf dem Etikett angegebene Verzehrsempfehlung hält, nimmt man die Wirkstoffe in einer Menge auf, wie es in etwa auch durch den Verzehr von Lebensmitteln möglich ist.
Gerade bei hochkonzentrierten Nahrungsergänzungen ist es leicht möglich deutlich überzudosieren, in dem man statt der vorgegebenen 2-3 Kapseln etwa 20-30 Kapseln pro Tag verzehrt. Solche extremen Überdosierungen können durchaus dazu führen, dass die Modulation der Körperfunktionen über das für Lebensmittel „normale“ Maß hinaus gehen und man sich im Arzneimittelbereich bewegt.

Die Zweckentfremdung einer Nahrungsergänzung (nutritional supplement) durch extreme Überdosierung kann bewirken, dass eine arzneiliche Wirkung erzielt wird und sollte daher nur unter Kontrolle eines Arztes oder Apothekers geschehen. In diesem Fall kann aus der für die Nahrungsergänzung vorbestimmte normale ernährungsphysiologische Modulation der Körperfunktionen eine viel stärkere pharmakologische Modulation entstehen, bei der sowohl die Wirkungen als auch eventuelle Nebenwirkungen kontrolliert werden müssen.

Wir werden uns bemühen durch unsere Veröffentlichungen möglichst viel Information, in möglichst kurzer, gebündelter und leicht verständlicher Form über Lebensmittel, Nahrungsergänzungen,Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Extrakte und allem, was mit Nahrung und Medizin zu tun hat, zu vermitteln.

Bei Fragen benutzen Sie bitte die abgedruckten Kontakte, wir werden Sie gerne beraten.

Ihr Institut für Ernährungsmedizin